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Mit Infrastruktur in langfristige Trends investieren

Manche Unternehmen und Branchen genießen Rückenwind von langfristigen Trends: Das ist bekannt. Weniger bewusst ist vielen Anlegern, wie entscheidend die Infrastruktur für Trends wie die Dekarbonisierung ist. Was folgt daraus? Fondsmanager Tom Levering und Investment Director Ken Baumgartner haben genauer hingesehen.

„Infrastruktur“: Bei diesem Begriff wird wahrscheinlich mancher erfahrene Anleger hellhörig. Eine moderne Infrastruktur ist das Lebenselixier der heutigen Volkswirtschaften. Zudem eröffnet sie eine wachsende Palette von Anlagemöglichkeiten – auf öffentlichen wie auf privaten Märkten.

Über die Börse in Infrastruktur investieren: das unterschätzte Potenzial

Auf den privaten Märkten ist das Angebot an Infrastrukturanlagen deutlich gewachsen. Allerdings sind wir überzeugt: Für die meisten Anleger sollte der öffentliche Markt die erste Anlaufstelle sein. Warum? Zum einen sind börsennotierte Unternehmen deutlich einfacher zugänglich. Anleger können flexibler investieren, und das Kapital ist weniger langfristig gebunden. Auch die Preistransparenz ist höher als auf privaten Märkten. Zum anderen sind über die Börse viele verschiedene Sektoren und Regionen ansteuerbar. Längst nicht in alle davon können Anleger auch auf den privaten Märkten investieren.

Doch es gibt noch etwas, das wir an börsennotierten Firmen aus dem Infrastruktur reizvoll finden: Anleger können so in „enduring assets“ investieren. Was zeichnet solche Unternehmen aus?

  • Sie besitzen langlebige Sachanlagen, die für die Volkswirtschaften entscheidend wichtig sind.
  • Sie verfügen über eine starke Wettbewerbsposition. Das macht sie unempfindlicher gegenüber disruptiven technologischen Entwicklungen – in ganz verschiedenen Sektoren. Sei es Energieerzeugung, Verkehr oder Dateninfrastruktur.
  • Sie kommen in den Genuss eines gewissen vertraglichen oder regulatorischen Schutzes.

Diese langlebigen Vermögenswerte profitieren zudem von langfristigen Trends. Dazu gehören etwa die rasant wachsende Bedeutung von Daten und die Dekarbonisierung. Das sind Trends, die ganze Gesellschaften und Volkswirtschaften verändern können.

Klimaschutz und Dekarbonisierung sind der zentrale Trend

Der Klimawandel schreitet voran – das ist unstrittig. Die Staatengemeinschaft reagiert mit dem Streben nach einer klimaneutralen Wirtschaft. Die Beschlüsse des Klimagipfels in Glasgow haben das einmal mehr bestätigt.

Wie können Anleger an diesem Systemwandel teilhaben? Eine Beteiligung an Infrastrukturen für erneuerbare Energien ist ein offensichtlicher Weg. Das kann beispielsweise eine Investition in Wind- und Solarenergie sein. Doch die Bewertungen könnten bereits einen Großteil der damit verbundenen Vorteile widerspiegeln. Wir sehen jedoch Möglichkeiten jenseits der reinen Erzeugung von Energie.

Regulierte Stromversorger als Anlage in die Energiewende

Diese Versorger eröffnen einen interessanten Weg, um in die Energiewende zu investieren. Denn die Stromnetze werden eine zentrale Rolle in der neuen Wirtschaft spielen. In einer Wirtschaft, in der alles mit Strom betrieben wird – vom Verkehr über Heizung bis zur Datenspeicherung. Dazu wird in den nächsten 20 Jahren Kapital gebraucht. Sehr viel Kapital, wie eine Schätzung der Internationalen Energieagentur zeigt. Danach fließen in den nächsten 20 Jahren weltweit jährlich 517 Milliarden US-Dollar in die Stromnetze. Große Investitionen bedeuten große Wachstumschancen, was für Anleger eine spannende Nachricht sein kann.

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Höheres Gewinnwachstum bei den Stromversorgern?

Wir gehen davon aus, dass die Stromnetze über einen langen Zeitraum Investitionen erfordern werden. Darin sehen wir einen klaren langfristigen Trend, keine zyklische Entwicklung. Dies könnte in den kommenden Jahrzehnten zu einem höheren Gewinnwachstum bei den Stromversorgern führen. Unserer Ansicht nach bieten die Aktien von Stromversorgern derzeit gute Möglichkeiten zum Einstieg. Besonders interessant ist dies für Anleger, die das Wachstumspotenzial nutzen und zur Dekarbonisierung beitragen wollen.
Spannend können dabei auch die „Nachzügler“ sein: also Unternehmen, die noch einen längeren Weg zur Klimaneutralität vor sich haben. Vielleicht sind genau diese Firmen die Vorreiter von morgen?

Die hierin enthaltenen Ansichten sind die der Autoren und können Änderungen unterliegen. Von externen Anbietern stammende Daten werden zwar als verlässlich erachtet, doch gibt es keine Garantie für ihre Richtigkeit. Zukunftsgerichtete Aussagen sollten nicht als Garantie oder Vorhersage zukünftiger Ereignisse betrachtet werden. Die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Entwicklung. Dieser Kommentar dient lediglich Informationszwecken und ist nicht als aktuelle oder vergangene Empfehlung zu verstehen. Darüber hinaus ist er nicht als Anlageberatung oder Angebot zum Verkauf oder Aufforderung zum Kauf von Anteilen oder anderen Wertpapieren gedacht.

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