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KI-bedingte Marktstreuung spricht für eine aktive Titelauswahl

3 Min. Lesezeit
2027-08-31
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Alex King, CFA, Investment Strategy Analyst
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Joshua Riefler, Product Reporting Lead
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Die Märkte mögen zwar auf den ersten Blick ruhig erscheinen, unter der Oberfläche zeigt sich aber ein anderes Bild. Während die Gesamtvolatilität am Aktienmarkt verhalten bleibt und die großen Indizes weiterhin eine robuste Entwicklung zeigen, ist die Volatilität auf Einzeltitel- und Sektorebene deutlich gestiegen. Gleichzeitig sind die Korrelationen zwischen großen Einzelwerten auf ungewöhnlich niedrige Niveaus gefallen.

Abbildung 1 zeigt wachsende Unterschiede zwischen der Entwicklung auf Indexebene und dem, was sich unter der Oberfläche abspielt. Selbst angesichts der jüngsten geopolitischen und energiebedingten Schocks blieb die Volatilität am Gesamtmarkt vergleichsweise verhalten. Allerdings beobachten wir wachsende Performanceunterschiede zwischen Sektoren und einzelnen Unternehmen. Dies deutet darauf hin, dass sich die Volatilität zunehmend auf einzelne Bereiche verteilt, anstatt den Gesamtmarkt zu erfassen.

Welche Implikationen ergeben sich daraus für die Anleger?

  • Eine geringe Volatilität auf Indexebene bedeutet nicht zwangsläufig ein geringes Risiko. Wenn die Unterschiede zwischen einzelnen Aktien und Sektoren weiter zunehmen, könnten Konzentrationsrisiken und das Engagement in Einzeltiteln wichtiger sein als die Indexvolatilität. Anleger, die sich allein auf die Gesamtmarktentwicklung konzentrieren, könnten Risiken übersehen, die sich unter der Oberfläche aufbauen.
  • Eine stärkere Streuung könnte das Anlageuniversum für aktive Investoren vergrößern. Durch niedrigere Korrelationen und größere Performanceunterschiede zwischen Unternehmen gewinnen die Fundamentaldaten und die gezielte Auswahl einzelner Titel zunehmend an Bedeutung für die Wertentwicklung.
  • Eine breitere Marktführerschaft könnte für ein robusteres Aktienmarktumfeld sorgen. Da mehr Sektoren und Unternehmen zu den Erträgen beitragen, erscheint der Markt weniger abhängig von einer kleinen Gruppe von Unternehmen als in den vergangenen Jahren, was die Qualität und Breite der Marktbeteiligung verbessern könnte.

Was beobachten wir?

  • Die Gewinnerwartungen: Die Prognosen zu Unternehmensgewinnen zeigen trotz der makroökonomischen Unsicherheit nach wie vor einen Aufwärtstrend. Wir beobachten, ob die Unternehmen diese zunehmend hohen Erwartungen weiter erfüllen können.
  • Marktstruktur und Einführung von gehebelten ETFs: Die wachsende Nutzung gehebelter Produkte könnte zu einer höheren Volatilität auf Sektorebene und größeren Performanceunterschieden beitragen, was die Unterschiede zwischen Marktsegmenten noch verstärken könnte.
  • KI-bedingte Streuung: Die Performanceunterschiede bei Unternehmen mit KI-Bezug vergrößern sich weiter, da die Anleger neu bewerten, welche Unternehmen in der nächsten Phase der KI-Nutzung voraussichtlich zu den Gewinnern und Verlierern zählen werden. Wir beobachten genau, ob diese Unterschiede weiter zunehmen und wie sie sich auf die Marktführerschaft auswirken könnten.

Die zum Ausdruck gebrachten Ansichten sind diejenigen der Autoren zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Dokuments. Andere Teams können andere Ansichten vertreten und andere Anlageentscheidungen treffen. Der Wert einer Anlage kann gegenüber dem Zeitpunkt der ursprünglichen Investition steigen oder sinken. Von externen Anbietern stammende Daten werden zwar als verlässlich erachtet, doch gibt es keine Garantie für ihre Richtigkeit. Nur für professionelle, institutionelle oder zugelassene Anleger.

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