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Fonds im fokus
NACHHALTIGE ANLAGEN
STEWARDSHIP PRINZIPIEN
Der durch den anhaltenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran ausgelöste weltweite Energieversorgungsengpass entwickelt sich zu einem breiteren inflationären Schock, der länger als derzeit von den Märkten erwartet andauern könnte. Als Nettoenergieimporteur mit schwindenden Vorräten ist Europa besonders anfällig für steigende Energiepreise, und die Kerninflation liegt teilweise bereits über den Erwartungen. Dieser schleichende Inflationsdruck könnte die Inputkosten in die Höhe treiben und die Preissetzungsmacht europäischer Unternehmen sowie ihre Fähigkeit auf die Probe stellen, mit weniger Ressourcen Mehrwert für ihre Kunden zu schaffen.
Auf den ersten Blick könnten dies schlechte Neuigkeiten für europäische Aktien generell sein. Tatsächlich wirkt sich die Inflation aber nicht auf alle Unternehmen gleich aus, und wir halten diese Umfeld für eine großartige Gelegenheit, um den Fokus auf fehlbewertete Aktien mit robusten Bilanzen zu legen. Für einige Unternehmen bedeuten höhere Inputkosten eine direkte Belastung der Gewinnmargen. Für andere könnte eine höhere Inflation dagegen bedeuten, dass sie höhere Erträge generieren und das Leistungsversprechen für ihre Kunden verbessern können.
Chancen durch Fehlbewertungen
Da die Märkte einen Inflationsabschlag meist undifferenziert vornehmen, lautet die zentrale Frage für Anleger, welche Unternehmen falsch bewertet werden – sei es, weil der Markt sie als übermäßig anfällig in Bezug auf Inflation einstuft oder weil er die Tatsache außer Acht lässt, dass sie trotz steigender Preise bis zu einem gewissen Grad von der Inflation profitieren können. Wir bevorzugen daher Unternehmen,die über mehr Preissetzungsmacht verfügen oder trotz hartnäckiger Inflation Marktanteile gewinnen können. Dagegen nehmen wir Abstand von Unternehmen, die weniger gut gegen höhere Inputkosten abgeschirmt sind.
Dabei finden wir Anlagechancen in einer ganzen Reihe von Sektoren und haben im Folgenden einige besonders interessante Beispiele aufgeführt:
Die Vorteile eines antizyklischen Denkansatzes
Diese Beispiele veranschaulichen, weshalb die Inflationsentwicklung in Europa unseres Erachtens für aktive Investoren nicht durchweg negativ sein muss. Nach unserer Erfahrung ist es möglich, auf Basis von Bottom-Up-Analysen trotz des schwierigen Konjunkturumfelds attraktive Anlagen mit klarem Outperformancepotenzial gegenüber Wettbewerbern zu finden. Die Inflation erzeugt zwar Druck, aber auch Streuung. Ausgewählte Einzelhandelsunternehmen können davon profitieren, dass Verbraucher zunehmend preisbewusst werden; neue innovative Unternehmen können davon profitieren, dass Kunden nach kostengünstigeren Lösungen suchen, und Unternehmen, deren Produkte oder Dienstleistungen für den Strukturwandel in Europa unverzichtbar sind, könnten von dauerhafter Preissetzungsmacht profitieren. In allen Fällen ist die Gemeinsamkeit nicht Immunität gegenüber der Inflation, sondern die Fähigkeit, Kunden dabei zu helfen, sich an eine Welt mit höheren Kosten anzupassen, und im Vergleich zur Konkurrenz wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die zum Ausdruck gebrachten Ansichten sind diejenigen der Autoren zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Dokuments. Andere Teams können andere Ansichten vertreten und andere Anlageentscheidungen treffen. Der Wert einer Anlage kann gegenüber dem Zeitpunkt der ursprünglichen Investition steigen oder sinken. Von externen Anbietern stammende Daten werden zwar als verlässlich erachtet, doch gibt es keine Garantie für ihre Richtigkeit. Nur für professionelle, institutionelle oder zugelassene Anleger.